Kloster und Chörten in Tsarang (Bild Caroline Krop Kaufmann)

M U S T A N G

Tibetisches Kleinkönigreich im Himalaya

Dreiwöchige Reise mit 14-tägigem, mittelstrengem Trekking in Höhen zwischen 2800 und 4200 m. Zudem Besuch von Kathmandu und seinen Sehenswürdigkeiten sowie Pokhara. Preis Fr. 6'890.--. Nächste Reisen 11.10.-01.11.2010 sowie neu 24.04.-15.05.2011 und 04.-25.09.2011. Logo Kaufmann Trekking
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Reiseberichte

Blick zurück auf Kagbeni mit Nilgiri-Gebirge (7000 m) im Hintergrund (Bild HP. Kaufmann). Mutter mit Kind beim Ernten.

Hinweis: Durch Anklicken lassen sich einige Bilder vergrössern.

Eingebettet zwischen Annapurna-Massiv und der gewaltigen tibetischen Platte verbirgt sich das faszinierende Königreich Mustang. Politisch zu Nepal gehörend, war es für Touristen während fast 30 Jahren verbotene Zone und wurde erst 1992 behutsam für "sanften Tourismus" geöffnet.

Landschaftlich erinnert in diesem buddhistischen und auf drei Seiten von Tibet umgebenen Land vieles an Tibet: karge, aber um so faszinierendere Hochebenen, ewig scheinende Weiten - einzigartig! Mag sein, dass hier der eine oder andere an die Grenzen seiner Seele stösst und das Gefühl bekommt, der Unendlichkeit zu begegnen.

Der Zutritt ist auf wenige Touristen pro Saison limitiert und mit restriktiven Auflagen verbunden. Dies zwecks Wahrung der Kultur und Erhalt der Traditionen sowie zum Schutze der Natur.

Im Mai 1995 durfte ich eine erste "Pioniergruppe" nach Mustang führen. Seitdem bin ich (und mit mir alle Teilnehmer der Reisegruppe) derart fasziniert von diesem Königreich, den dort lebenden Menschen, deren tibetische Kultur und vor allem auch von der sagenhaft schönen, ariden und packenden Hochwüstenlandschaft, dass die Reise seither einen festen Platz im Tourenprogramm hat. Mittlerweilen sind bereits sechs Gruppen fasziniert aus Mustang zurückgekehrt.

 Unsere tüchtige Küchenmannschaft unterwegs zum nächsten Rastplatz. Bewohner von Mustang Typische Mustang-Szenerie: Unterwegs nach Chuksang, dem Kaligandaki-Fluss folgend (Bild HP. Kaufmann)

R E I S E A B L A U F

1. Tag: Am Nachmittag Abflug in Zürich mit Linienflug von Qatar Airways oder Thai Airways nach Kathmandu, Zwischenstopps gem. endgültigem Flugplan.

2. Tag: Ankunft in Kathmandu gegen Mittag und erster Spaziergang durch die pulsierende Hauptstadt, Schmelztiegel verschiedener Völker, Religionen und Schnittpunkt zwischen Moderne und Mittelalter. Übernachtung im Hotel Everest.

3. Tag: Geführte Besichtigungstour durch Kathmandu mit seinen Sehenswürdigkeiten. Übernachtung Hotel Everest.

4. Tag: Heute steht einer der wohl eindrücklichsten Flüge Ihres Lebens auf dem Programm; ein Flug zwischen Dhaulagiri und Annapurna-Gebirge hindurch, hinein in die tiefste Schlucht der Welt, dem Kaligandaki-Tal folgend bis hinauf nach Jomsom auf 2700 m. Übernachtung in Jomsom.

5. Tag: 1. Marschetappe, 3 1/4Std. (= reine Laufzeit), 12 km, bis Kagbeni auf 2’850 m. Ab nun schlafen wir in geräumigen Zweierzelten, und ein mitreisender Koch ist für unser leibliches Wohl besorgt.

Mehr als einmal wird man bei dieser (Pilger-)Reise das Gefühl bekommen, in die Ewigkeit hinein zu laufen, wie hier, unterwegs nach Ghami (Bild Caroline Krop Kaufmann)

6. - 18. Tag: Nun trennen sich unsere Wege von denjenigen der "Normaltrekker": Wir treten ein in das nur mit Sondererlaubnis zugängliche Gebiet von Mustang. Wir wandern auf einem berühmten Karawanenweg bis nach Lo Manthang, das wir nach ständigem Auf und Ab nach fünf Tagen erreichen - einsamer sind wohl nur wenige Trekkingpfade in Nepal. Unterwegs treffen wir ab und zu auf Yak- und Maultier-Karawanen, die vom fernen Tibet her mit Gütern Richtung Jomsom und wieder zurück ziehen. Nachfolgend die Etappen im Detail:

6. Tag: Kagbeni - Chele, 5 1/2 Std, 16 km, Übernachtung auf 3’080 m.

7. Tag: Chele - Yamdo, 5 1/2 Std., 16 km, Übernachtung auf 3'800 m.

8. Tag: Yamdo - Ghami, 4 ¾ Std., 11 km, Übernachtung auf 3'560 m.

9. Tag: Ghami - Trakmar - Lo Ghekkar - Tsarang, 5 ½  Std., 15 km, Übernachtung auf 3'500 m. Wahlweise besteht heute auch die Möglichkeit, den direkten und kürzeren Weg nach Tsarang einzuschlagen, 3 ½  Std. Laufzeit.

10. Tag: Tsarang - Lo Manthang, Haupt"stadt" von Mustang, 5 Std., 13 km, Übernachtung auf 3800 m.

Spreu vom Weizen trennen (Bild Caroline Krop Kaufmann) Unüblicher Zeltplatz auf einem Dach in Ghami. Haarewaschen in Tsarang - auch dafür muss mal Zeit sein.

In Lo Manthang angekommen, schlagen wir unsere Zelte vor einer Lo Manthang wie eine Festung umgebenden Mauer auf - hier geht der Wunschtraum eines jeden Himalayafreundes in Erfüllung! Wir nehmen uns gut zwei Tage Zeit, den auf 3800 Metern gelegenen Hauptort mit seinen engen Gassen, seinen rund 800 Einwohnern, dem buddhistischen Kloster, dem Königspalast und der Umgebung zu erkunden.

Die umliegende Landschaft ist karg aber um so faszinierender, ähnlich einer Mondlandschaft. Die Stimmung mit den vergletscherten Himalaya-Riesen im Hintergrund, der in allen Erdtönen leuchtenden Landschaft, den alten Häusern und den rot bemalten Klöstern ist einzigartig!

In Lo Manthang bleiben wir zwei volle Tage und unternehmen auch einen Ausflug zum alten Königspalast und in Richtung tibetische Grenze mit Besuch von Garphu und den einzigartigen Felsenwohnungen in Nyphu. Dieser überaus lohnende Abstecher wird von wenigen Reiseveranstaltern angeboten. Nur von hier geniesst man den wunderschönen Panoramablick über Lo Manthang mit der Himalaya-Kette im Hintergrund (siehe nächstes Bild).

Panoramablick auf Lo Manthang und seine Umgebung mit der Grenze zu Tibet im Hintergrund (Bild Caroline Krop Kaufmann)
Mönche auf dem Klosterdach in Lo (Bild Caroline Krop Kaufmann)                                                                            Auch ein Besuch der Mönchsschule steht auf dem Programm.

Auf dem nicht minder interessanten Rückweg, auf vielfach anderer Route als der Hinweg, haben wir Gelegenheit, die Vielzahl der Eindrücke etwas zu verarbeiten und auf uns wirken zu lassen. Für wenige Tage waren wir Gast in einem nur 3000km2 grossen Königreich, abseits der Touristenpfade und abseits der hochtechnisierten Welt. Zu Gast, wenn man so will, im Mittelalter. Nachfolgend der Rückweg im Detail (Hinweis: Seit 2006 neuer Rückweg östlich des Kaligandakis auf dem traditionellen Winterpfad):

13. Tag: Beginn des Rückmarsches, Lo Manthang - Yara, 5 3/4 Std., 19,5 km, Übernachtung auf 3615 m.

14. Tag: Yara - Tangge, 6 1/2 Std., 16 km, Übernachtung auf 3370 m.

15. Tag: Tangge - Tettang, 7 3/4 Std., Übernachtung auf 3010 m.

16. Tag: Tettang - Muktinath, 5 Std., 14,5 km, Übernachtung auf 3650 m.

17. Tag: Muktinath - Jomsom, 4 1/2 Std., 18 km, Übernachtung auf 2700 m.

18. Tag: Am Morgen fliegen wir zurück von Jomsom nach Pokhara, wo wir zum Mittagessen in unserem Hotel eintreffen. Am Nachmittag unternehmen wir einen Ausflug und besichtigen Pokhara mit seinen Sehenswürdigkeiten. Übernachtung in der idyllischen, direkt am See gelegenen Fishtail Lodge. Gleichzeitig dient uns dieser Tag als Reservetag in Jomsom, falls wir wegen schlechten Wetterverhältnissen nicht von Jomsom ausfliegen können.

19. Tag:  Am Morgen Rückflug nach Kathmandu, ca. 25 Min., und Zimmerbezug im Hotel Everest. Rest des Tages zur freien Verfügung mit Möglichkeit zu Souvenirkauf oder einem Stadtbummel.

20. Tag: Am Morgen haben Sie nochmals die Möglichkeit, während einer geführten Stadttour die noch nicht besuchten Sehenswürdigkeiten von Kathmandu zu besuchen. Im Verlaufe des Nachmittags erfolgt der Rückflug mit THAI AIRWAYS via Bangkok nach Zürich.

21. Tag: Landung in Zürich, wo drei überaus erlebnisreiche und eindrückliche Wochen zu Ende gehen.

Blick vom 4000er-Pass hinunter zu den roten Felsen von Trakmar, wo das nächste Camp wartet. Andere Welt: Statt V-Zug zu Hause Waschen am Bach. Zitat einer Reiseteilnehmerin:
"Auch heute noch, mehrere Wochen nach Rückkehr von dieser einmaligen Reise, habe ich das Gefühl, wie in einem Traum durch diese sagenhaft schöne Landschaft gewandert zu sein."

REISEZEIT/WETTER
In dem im Regenschatten des Himalaya liegenden Mustang ist es meist niederschlagsfrei. Im September ist es tagsüber auch auf über 3000 m Höhe warm, und oft kann bei Temperaturen von 20 Grad und mehr in kurzen Hosen gelaufen werden. Nachts kühlt es ab, es wird jedoch nie richtig kalt. Die vorherrschenden Nachttemperaturen von 5 - 10 Grad sind mit einem warmen Schlafsack, auf Wunsch kostenlos von uns zur Verfügung gestellt, problemlos auszuhalten.

ANFORDERUNGEN
Das Trekking kann, von den Tagesetappen und von der Höhe her, in der wir uns befinden, auf dem Hinweg als mittelstreng und auf dem Rückweg als streng bezeichnet werden. Täglich sind viereinhalb bis sechs, auf dem Rückweg dann, nachdem man bereits gut akklimatisiert ist, einmal auch fast 8 Stunden zu wandern. Die ersten zwei Tage gibt die Tourenleitung das Tempo an und achtet darauf, dass nicht zu schnell gelaufen wird. Dadurch sollten Höhenprobleme grösstenteils vermieden werden. Die für unseren Körper ungewohnte Höhe von 2700 bis 4200 Metern und die Lage Mustangs fern ab der Zivilisation setzt Gesundheit und eine gute körperliche Verfassung voraus.

Das Trekking stellt technisch keinen besonderen Anforderungen dar, setzt aber Trittsicherheit (sicheres Gehen auf unterschiedlich beschaffenem Gelände) voraus. Meist verläuft die Wegstrecke auf breiten Karawanenwegen, selten über schmale Bergpfade, welche die Dörfer miteinander verbinden. Es sind jedoch nur wenige und ganz kurze ausgesetzte Passagen vorhanden, welche auch von den Maultieren passiert werden. Auf dem Hinweg sind die Auf- und Abstiege mässig steil, auf dem Rückweg hat es teils steilere Etappen, die jedoch ohne bergsteigerische/technische Schwierigkeiten zu überwinden sind.

Alles Material wird auf Pferden und Maultieren mitgeführt. Je nach Gruppengrösse werden wir an die 25 Lasttiere benötigen, die unsere untertags nicht benötigtes Gepäck mitführen. Diese Lasttiere laufen separat von der Gruppe. Dazu kommt die Küchenmannschaft, die aus rund 10 Personen besteht. Sie selbst tragen nur einen leichteren Tagesrucksack auf sich.

LAUFDISTANZ
Für den Hinweg nach Mustang nehmen wir uns 6 Tage Zeit, für den Rückweg 5. An diesen insgesamt 11 Lauftagen legen wir eine Distanz von rund 170 Kilometern zurück, was einen Tagesdurchschnitt von rund 15 Kilometern ergibt.

VERPFLEGUNG
Das Essen ist gut, abwechslungsreich und reichhaltig. Dreimal täglich gibt es warmes Essen. Auch mittags wird somit gekocht, wodurch sich erholsame Mittagspausen von jeweils an die 1 ½ Std. ergeben.

Zusammengefasst kann gesagt werden, dass sich diese aussergewöhnliche Reise für jeden und jede eignet, der/die gesund und fit ist und die Bereitschaft mit sich bringt, sich für knapp zwei Wochen vom gewohnten Luxus loszulösen. Als Entschädigung lockt ein einzigartiges und tiefgehendes Erlebnis in einer fremden Welt, fern ab jeglicher Zivilisation. Eine Reise - so mein Versprechen an Sie - woran Sie sich bestimmt auch in 10 Jahren noch mit grosser Freude und funkeln in den Augen zurückerinnern werden.

Rushhour mal anders: Ziegenaustreiben in Ghami. Trekker vor Chörten in Samar. Camp in Muktinath mit dem dahinter thronenden Dhaulagiri, 8172 m hoch. 

REISEDATEN
Die Reise findet meist in den ersten drei Wochen im September statt (siehe Tourenübersicht), sporadisch bei grosser Nachfrage auch Zusatzreise an anderem Datum.

KOSTEN
"fast-alles-inklusive-Preis" für 22 Tage: 
- Fr. 6'890.-- inkl. Ausflug Richtung tibetische Grenze
- Fr. 6'680.-- ohne Tagesausflug Richtung tibetische Grenze,
Im Preis bereits enthalten die Sonderbewilligungsgebühr von fast 700 $ pro Person. Zusatzkosten gering, siehe Detailbeschrieb.

Wichtiger Hinweis: Als einer der wenigen Veranstalter biete ich Ihnen 11 volle Tage in Mustang, woraus sich ein überaus harmonischer Ablauf mit genügend Zeit, auch in Lo Manthang selbst, ergibt! Zudem besteht die Möglichkeit, in Lo Manthang den alten Königspalast zu besuchen und einen Ausflug in Richtung tibetische Grenze, wofür eine zusätzliche Regierungsabgabe zu entrichten ist. Diese Ausflugsmöglichkeit bieten wenige Anbieter an.

Bei Interesse an dieser speziellen Reise verlangen Sie bitte unbedingt den umfassenden Detailbeschrieb, und besuchen Sie einen meiner Dia-Vorträge.

Unterwegs nach Tangge, rastend vor Himalaya-Panorama (Bild Caroline Krop Kaufmann)